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Hilfe für Menschen, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen

«Kein Täter werden» richtet sich an Personen mit sexuellem Interesse an Kindern. Ziel ist es, das Risiko für Kindesmissbrauch zu senken. Dafür bieten wir Vertraulichkeit, einen geschützten Rahmen und ein auf Akzeptanz basierendes Konzept. Mit unseren Klienten erarbeiten wir Wege zu einem zufriedenen und gesetzeskonformen Leben.

Was beschreibt Ihr Anliegen am besten?

Hilfesuchende

Ich fühle mich sexuell zu Kindern hingezogen und suche Hilfe.

Angehörige

Ich kenne jemanden, der ein sexuelles Interesse an Kindern hat und suche Rat.

Fachkräfte

Ich möchte auf Personen mit sexuellem Interesse an Kindern adäquat reagieren.

Journalisten

Ich arbeite journalistisch und suche Informationen und Ansprechpartner.

Teilnahmevoraussetzungen

Das Angebot richtet sich an Personen, die ein sexuelles Interesse an Kindern haben

  • und die bislang keine Straftaten begangen haben, aber befürchten, diese in der Zukunft zu begehen.
  • und die bereits Straftaten begangen haben, aber den Strafverfolgungsbehörden nicht bekannt sind.
  • und die bereits Straftaten begangen haben und dafür angezeigt und/oder rechtskräftig verurteilt wurden, sofern sie ihre Strafe vollständig verbüsst haben, nicht mehr unter Aufsicht durch die Justiz stehen und somit alle rechtlichen Angelegenheiten abgeschlossen sind.

Ablauf und Ziele

Die Therapie erfolgt unter Schweigepflicht

Für Menschen mit Wohnsitz in Liechtenstein ist sie kostenlos. Wir unterstützen Sie, wenn Sie sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen, darunter leiden und deswegen Hilfe suchen. Sie lernen Strategien, um diesen Bereich Ihres Lebens zu bewältigen und sexuelle Impulse gegenüber Kindern zu kontrollieren.

Der Therapieplan wird individuell erarbeitet

Die Behandlung folgt einem strukturierten Therapieplan, berücksichtigt aber Ihre individuellen Bedürfnisse und erfolgt in Absprache mit Ihnen. Sie integriert psychotherapeutische, sexualwissenschaftliche, medizinische und psychologische Ansätze sowie die Möglichkeit einer zusätzlichen medikamentösen Unterstützung. Angehörige können – sofern gewünscht – einbezogen werden.

Ziele der Therapie

Keine sexuellen Übergriffe begehen und keine Missbrauchsabbildungen nutzen
Die eigene Neigung annehmen und in das Selbstbild integrieren
Die Lebenszufriedenheit verbessern und mögliche Angst, Scham und Schuldgefühle bewältigen
Beziehungen und Kontakte zu anderen Menschen stärken, statt sich zurückzuziehen
Ihre sexuellen Wünsche und Bedürfnisse angemessen wahrnehmen und bewerten
Fremdgefährdende Entwicklungen identifizieren und bewältigen

Mediathek

«Kein Täter werden»

Das Programm begann 2005 als Pilotprojekt an der Charité – Universitätsmedizin in Berlin und wurde seitdem in Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein etabliert.

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